Punkteteilung im Derby

von Webmaster

Mit viel Spannung erwarteten die Zuschauer das Stadtderby der beiden Dresdner Aufsteiger in die Landesklasse Ost zwischen dem SC Borea und der SG Striesen. Vom bisherigen Saisonverlauf her gingen die Gäste klar als Favorit ins Rennen, aber unsere Erste wollte unbedingt das erste Erfolgserlebnis feiern und zeigen, dass sie mithalten können in der Liga. Vor dem Spiel hätte vielleicht mancher eine Punkteteilung Erfolg gewertet. Nach dem Spiel sah das etwas anders aus.

Das Tempo war zu Beginn hoch, die Fehlerquote auf beiden Seiten aber auch. Borea zeigte sich im Spielaufbau über Vogel und Priebs kreativ und kombinationssicher, wies aber einige Lücken im Defensivverband auf. Immer wieder konnten die Gäste nach Ballverlust unserer Offensive schnell über´s Zentrum umschalten und sich mehrere gefährliche Überzahlsituationen erspielen, in denen unser junger Abwehrverbund Zuordnung, Timing und vor allem Cleverness vermissen ließ. So beim 0:1, als der ballführende Manuel Stiefel alle Zeit der Welt hatte, sich den Ball zurecht zu legen, um aus gut 20 Metern abzuschließen. Der leicht abgefälschte Ball landete im Dreiangel. Auch dem 0:2 ging ein naives Zweikampfverhalten mit unnötigem Folgefoul im Stafraum voraus. Den Elfmeter verwandelte Horst Rau sicher. Wer jetzt aber den Kopf in den Sand steckte, sollte überrascht werden. Der sehr gut aufgelegte Khalil belohnte sich in der 35. für eine sehr gute Leistung und vernaschte erst die gegnerische Abwehr und erwischte mit seinem trockenen Schuss ins kurze Eck Christian Kunath im Tor der Gäste auf dem falschen Fuß. Borea bekam Oberwasser und verstand es, auf dieser Welle das Spiel zu reiten, während Striesen gar keinen richtigen Zugriff mehr bekam und sich auch bei hohen Bällen erstaunlich anfällig zeigte. Nicht nur beim 2:2 (Kopfball Groß nach Ecke Khalil). Nach der Pause spielte dann eigentlich nur noch Borea. Nur wenige Minuten nach Anpfif konnte Ismail eine Flanke über die Abwehr frei vorm Tor nicht nutzen. Später hatte Khalil die Führung auf dem Fuß, als der Ball nach einer missglückte Abwehr an der Strafraumgrenze bei ihm landet. Dazu hätte es noch einen Handelfmeter geben müssen. Ein Freistoß von Heinze ging knapp über´s Gebälk.

Borea in den zweiten 45 Minuten klar spielbestimmend: Griffig und erfolgreich in den Zweikämpfen, mit hoher Laufbereitschaft (stark: Wassom im Sturm, Oppel auf der rechten Seite) und straighten Aktionen in der Offensive. Leider fehlte der letzte Tick Coolness im Abschluss, um einen Sieg einzufahren, trotzdem sind Auftreten und der erste Punkt wohltuend für die Stimmung. Und dabei fehlten noch einige Spieler wie Masak, Karsten, Kalauch oder Hüppe.

So sah Trainer Elvir Jugo eine "am Ende gerechte Punkteteilung".

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