Frischer Powerfußball trifft jugendlichen Leichtsinn: Borea verspielt möglichen Heimsieg

von Webmaster

Das wichtigste zuerst: Es war ein richtig guter Auftritt, den unsere blutjunge Mannschaft da gestern im Heimspiel gegen den formstarken Mitaufsteiger SV Zeißig hingelegt hat. Mit gleich sieben „U21“ Spielern startete Borea mit hohem Tempo, bissig gegen den Ball und mit einem Max Groß auf der 6er Position, der bereits nach wenigen Minuten seine Passqualitäten demonstrieren konnte. Mit einem Traumpass über 40 Meter leitet er das 1:0 ein. Vogt kann den Ball aus der Luft nach innen mitnehmen und aus 16 Metern ins kurze Eck abschließen. Das gab der Mannschaft nach dem vergeigten Auftakt bei Bad Muskau spürbar Sicherheit und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf hohem Niveau, bei dem Borea zunächst die bessere Spielanlage und höhere Ballsicherheit an den Tag legte. Die Gäste wussten aber ebenfalls läuferisch wie fußballerisch zu überzeugen und sind mit Geso und Kober im Sturm einfach brandgefährlich. Eben jener Kober nutzte dann auch direkt einen missglückten Flugball aus der Abwehr eiskalt zum Ausgleich und war noch vor der Pause zur Stelle, als ein Freistoß aus dem Halbfeld unglücklich durch Freund und Feind seinen Weg vor´s Borea-Tor findet.

Nach dem Rückstand befürchteten nicht wenige Zuschauer einen mentalen Einbruch unser Jungspunde, aber angeführt von Kapitän Manu Heinze und dem quirligen Ali Khalil kamen unsere Jungs selbstbewusst und dynamisch aus der Kabine, um das Spiel nicht nur weiter auf Augenhöhe zu gestalten, sondern durch zwei linke Kleben von Heinze zu drehen. Der erste Dreier lag in der Luft, bis wieder Kober eine Unkonzentriertheit der Borea-Defensive nutze. Bach kann sich im Zentrum zu einfach durchsetzen und seinen sehenswerten Steckball verwandelt der Goalgetter eiskalt. Und wenn es hart kommt, dann kommt es ganz hart. Borea will sich spielerisch über Keeper Schmidt aus einer weniger wilden Drucksituation befreien, aber Geso hat den richtigen Riecher, attackiert Schmidt erfolgreich und den so gewonnen Ball verwandelt – natürlich – Kober zum Siegtreffer für die Gäste. Es sind diese Situationen, in den sich fehlende Erfahrung zeigt und rächt. Jede reife Landesklasse-Truppe hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit vor dem Ausgleich im Zentrum ein taktisches Foul gezogen und den Ball vor dem 3:4 längst in die Bretagne gekloppt.

Elvir Jugo: „Wir haben im Grunde heute alleine durch Dinge verloren, die man mit so einer jungen Mannschaft nicht trainieren kann und nicht sollte! Die Niederlage schmerzt, aber die gezeigte Leistung hat unser Potenzial ganz klar angedeutet. Darauf können wir aufbauen.“

 

 

 

 

 

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