Borea bezwingt Aufstiegsaspiranten Budissa Bautzen mit 4:1

von Webmaster

Borea musste auch heute erneut an wichtigen Positionen wechseln und wählte nicht nur deshalb gegen den klaren Favoriten eine veränderte Taktik, die am Ende voll aufging. Tiefer als sonst standen die Nordlichter zentral gestaffelt und lauerten auf ihre Konter. Das verlangt extrem viel Disziplin und mentale Stärke und beides brachten die Boreaboys heute von Anfang an auf die Schiene. Braun, Hase, Spitzl bauten eine dichte Mauer auf,  gegen die die Budissen über die ganzen 90 Minuten kein Mittel fanden außer hohe Bälle aus dem Halbfeld, die Mori im Tor serienweise pflückte, um dann ein ums andere Mal selbst mit seinen präszisen Abschlägen und Abwürfen eigene Angriffe einzuleiten.

Die psychologisch so wichtige Führung der Boreas gelang dann mit freundlicher Unterstützung des Gastes. Nachdem Vadim Merzljakow herrlich zur Grundlinie zog, war sein Querpass eigentlich zu kurz, aber der vermeintliche Befreiungsschlag von Budissen-Kapitän Andreas Zichner nahm einen ganz eigenen Weg und trudelte ins eigene Tor. Die Budissen rannten nun wütend an und kamen tatsächlich zum Ausgleich, doch das war nicht die Initialzündung für den Gast sondern machte Borea noch bissiger und aufmerksamer. Und so nutzte Ludwig Zeumer die Schwachstelle der Bautzner auf der rechten Seite und zog unwiderstehlich in den 16er und schloss zur Pausenführung ab.

Während sich die Zuschauer teilweise noch die Augen rieben, kam es kurz nach Anpfiff der zweiten Spielzeit erneut auf der rechten Abwehrseite der Bautzner zu einem mutigen 1:1 und ein Budisse foult ungeschickt (aber deutlich), der Schieri gibt Elfmeter und Marius bleibt eiskalt und sorgt mit dem 3:1 für das ganz große Selbstbewusstsein, mit dem die Boreas das Ding jetzt kaltschnäuzig und hochdiszipliniert zu Ende brachten. Während Budissa kaum noch zu Chancen kam, blieben Boreas Konter stets hochgefährlich. Als Ludwig kurz davor ist, erneut auf der linken Seite auf und davon zu eilen, wird er schwer rotverdächtig von den Beinen geholt, doch Sebastian Kirschner kommt mit gelb davon. Ludwig musste verletzt vom Platz und wurde vom jungen Max Lehnert ersetzt, der sich aber nahtlos in das Team einfügte, dass nun mit vier Spielern unter 20 Jahre agierte. 

In der 64. dann der "Todesstoß" für die zweite Reihe des künftigen Regionalligisten. Patrick Gräfe behauptet den Ball gegen zwei Verteidiger, schlupft den Ball über die Abwehr auf den starken Marius Riedel, der gedankenschnell zum 4:1 am Keeper vorbei schiebt. Kurz vor Ende bekommt der Gastgeber dann sogar noch einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Torwart Petr Kralicek gegen Vadim eher fair am Boden klärt, aber Marius scheitert am langen Gästekeeper. 

Ein dank der geschlossenen Mannschaftsleistung verdienter Sieg, der hoffentlich der Auftakt ist für einen scharfen Schlussspurt. Supergeil! 

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