Bittere Pille trotz großer Moral: Heimniederlage im Nordderby

von Webmaster

Es begann richtig vielversprechend! Gegen die SG Weixdorf startete Borea sehr ordentlich, zeigte 20 Minuten lang guten Offensivfußball und drückte die Gäste in deren eigene Hälfte. Zwingende Chancen sprangen dabei nicht heraus, aber die Ansätze stimmten sehr optimistisch. Doch einmal mehr lag der Teufel in Detail. Ein unnötiger Ballverlust im letzten Drittel, die aufrückende Defensivkette vernachlässigt für einen kurzen Augenblick die Zuordnung und ein schneller Konter der Gäste führt zum 0:1 durch Röthig. Und wenige Minuten später führt ein perfekt getretener Freistoß an die Unterlatte zum 0:2. Erneut Röthig staubt per Kopf ab. ZWar kann Jugo per Kopf die Boreas noch einmal heran bringen, aber noch in den Torjubel fällt das 1:4: Nahezu eine Kopie des ersten Tores. Und wenn es hart kommt, dann kommt es hart und ein Fehlpass aus der Kette führt zum 1:4 noch vor der Pause.  

Umso bewundernswerter, mit welcher Moral die Boreaboyz im 2. Durchgang (jetzt mit Wind, aber gegen die Sonne) versuchten, das Spiel noch mal zu drehen! "Macht´s wie Schalke" klang es aus der Edelfan-Ecke. "Macht´s wie unsere U17 gestern" hofften die anderen. Und ja: Sie waren drauf und dran am nächsten kleinen 4er Wunder des Wochenendes und setzten den Gegner noch einmal 45 Minuten lang unter Druck. Doch für mehr als ein Abstauber von Vogt nach tollem Flugball von Heinze auf Karsten und einem sehr sehenswerten Treffer zum 3:4 (Priebs-Chip auf Khalil, der Volley aus der Drehung trifft) reichte es heute leider nicht. Es bleibt die Geschichte der unnötigen Gegentore und des fehlenden Glücks einer Mannschaft, die mit ihrer Spielweise und ihrem Einsatz die eigenen Zuschauer (unter den heute über 120 Gästen) trotzdem weiterhin hinter sich bringen kann. 22 Punkte benötigt man noch aus den verbleibenden 14 Spielen, um nach den Werten der letzten 10 Jahre sicher die Klasse zu halten. Das ist viel! Aber das ist nicht unmöglich! 

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